Tellschützen

Am 25. August 1869 hatte sich die Schützengesellschaft „Wilhelm-Tell“ gegründet, eine Vereinigung aus Mitgliedern des BSV Neukirchen, deren wichtigste Ziele waren, Schießübungen zu pflegen und sich gesellig zu unterhalten.

Die Tellschützen übten einen tatkräftigen Einfluss auf das Schützenleben, insbesondere auf den Schießsport aus. Hinterlassene Dokumente aus der Gründerzeit und der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg geben hierüber Auskunft. Einige Bescheinigungen, Eigentumsübertragungen, Gesuche an die damalige Spar- und Darlehnskasse sowie Schuldscheine im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Unterhalt des Schießstandes mit Kugelfang auf dem Anwesen der Gaststätte „Zum schwatze Bäcker“ zeugen von einem aktiven Vereinsleben. 

Der von den Tellschützen unterhaltene Schießstand diente dem BSV zur Ermittlung des Schützenkönigs und Durchführung von Schießwettbewerben. Im Jahre 1926, in wirtschaftlich schlechter Zeit, benötigten die Tellschützen Mittel, um ihre festlichen Aktivitäten finanzieren zu können. Den Gastwirten am Ort war verständlicherweise daran gelegen, dass im Ort auch in wirtschaftlich schwieriger Zeit gefeiert wurde. Die erwähnten Gesuche, Eigentumsübertragungen und Schuldscheine, geben Auskunft über finanzielle Zuwendungen an die Tellschützen. Der Schießstand war vorübergehend im Besitz des Gastwirtes Martin Wirtz. Die Tellschützen hatten die Anlage, obwohl sie auf dem Anwesen Paulussen einbetoniert war, mit Eigentumsübertragung von Wilhelm Paulussen und Schuldschein  der Tellschützen an Martin Wirtz abgetreten.

Die Schützengesellschaft „Tellschützen“ hat nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr existiert. Im Jahre 1956 gründeten Schießsport Begeisterte einen Tellverein, der vom BSV vollkommen unabhängig war, auch diese Gemeinschaft besteht seit geraumer Zeit nicht mehr.

Die Uniform der Tellschützen besteht aus einem grünen Überwurf mit goldenem Saum, darunter ein braunes Hemd, einer schwarzen Hose und einem braunen Hut mit einer weißen Feder. Die Tellschützen tragen eine Armbrust.

 

Könige

folgt