Grenadiercorps

Das Grenadiercorps

Im Neukirchener Bürgerschützenverein trägt der Grenadier zu weißer Hose und weißem Hemd einen Frack und den schwarzen Zylinder. Die Offiziere tragen einen preußisch-blauen Uniformrock und einen schwarzen Zweispitz mit weißem Federbusch. Zuschnitt und Aufmachung der Uniformen entstammen aus der Zeit, als im Bürgertum Preußens noch Bürgerwehren aufgestellt und durch Berufsoffiziere des preußischen Heeres ausgebildet wurden. Charakteristisch für die damals rekrutierten Mitglieder einer Bürgerwehr ist das Tragen eines Zylinders zum Frack oder Gehrock.

Gänzlich unmilitärisch sind Cut und Frack, weshalb man eigentlich auch nicht von einer Uniform reden kann. Dieses zivile Festkleid hat den ursprünglichen Gehrock abgelöst.

Oberleutnante und Leutnante der Grenadiere tragen den Zweispitz, der mit einem wallenden weißen Federbusch geschmückt ist. Ein weiterer Säbelträger ist der Feldwebel (oder „Spieß“), der sich ansonsten nur durch eine rot/weiße (Bauch-) Schärpe und Litzen am Revers vom „normalen“ Grenadier unterscheidet.
Offiziere und Mannschaften haben weiße Hosen und Handschuhe gemeinsam und marschieren in schwarzen, glatten Schuhen, in denen sie schwarze Socken tragen. Vor allem, um den Übergang zwischen weißem Hemd mit weißer Fliege und der Gürtelhose zu kaschieren, (bei manchen auch zum Verbergen der Bäuche) tragen Grenadiere Weste bzw. Kummerbund.

Um dem festlich und steif wirkenden Zylinder eine heitere Note zu verleihen, wird er grün bekränzt. Sein Holzgewehr schmückt der Grenadier täglich mit frischen Blumen. Die beiden Offiziere kann man am Rangabzeichen auf den Epauletten unterscheiden.

AKTUELLES AUS DEM GRENADIERCORPS:

10.03.2018 – Schießen des Grenadiercorps

Am 10. März 2018 feierte das Grenadiercorps den Start in das aktuelle Schützenfestjahr.

Den Start machten wie gewohnt die Junggrenadiere mit dem Lasergewehr. In einem spannenden Schießen hat Collin Faes nicht nur im Pokalschießen, sondern auch beim Schießen um die Königswürde sein Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nach einem langen, aber fairen Wettbewerb ließen die Junggrenadiere das diesjährige Schießen bei einem gemeinsamen Essen ausklingen.

Während es sich die Nachwuchsschützen noch schmecken ließen, begannen die großen Schützen zunächst mit dem Schießen um den besten Schützen und den Pokal. Bester Schütze wurde Niko Röttges vom Grenadierzug Flotte Boschte. Das Schießen um den Pokal konnte der Grenadierzug Wilddieb für sich entscheiden. Damit kann der Königszug einen perfekten Start in das Schützenfest- und Königsjahr für sich verzeichnen.

Das abschließende Schießen um die Königswürde konnte Toni Heitkamp vom Sappeurszug souverän für sich entscheiden.

Auch die großen Schützen schlossen gemeinsam mit ihren Frauen das Schießen mit einem gemeinsamen Essen. Die anschließende Aftershootingparty endete bei ausgelassener Stimmung ungefähr 12 Stunden nach dem ersten Schuss und damit spät in der Nacht.